Regelmäßige Wärmeträgeröl-Prüfungen nach DIN 51529- als Forderung der DIN 4754
Zustandsüberwachung für maximale Anlagen- und Betriebssicherheit

Thermalöle unterliegen im Betrieb einer kontinuierlichen thermischen und oxidativen Belastung. Temperaturen von über 300 °C, Sauerstoffeintrag, lokale Überhitzungen sowie lange Verweilzeiten führen zu Alterungs- und Zersetzungsprozessen.
Regelmäßige Öluntersuchungen gemäß DIN 51529 ermöglichen eine fundierte Beurteilung des Ölzustands und sind ein wesentlicher Bestandteil eines sicheren und wirtschaftlichen Anlagenbetriebs.

Warum sind Ölprüfungen sicherheitsrelevant?

Gealtertes oder thermisch geschädigtes Wärmeträgeröl kann zu folgenden Problemen führen:
Bildung von Crackprodukten (Leichtsiedern)
Gasblasenbildung und Kavitation
Viskositätsanstieg und schlechtere Wärmeübertragung
Rückstands- und Koksbildung im Erhitzer
Erhöhtes Brand- und Explosionsrisiko durch Flammpunktabsenkung
Verkürzte Lebensdauer von Pumpen
Die Analyse dient somit nicht nur der Qualitätssicherung, sondern unmittelbar der Gefahrenprävention.
 

Unser Leistungsumfang bei der Ölüberwachung

  1. Fachgerechte Probenahme
    • Entnahme unter Betriebsbedingungen
    • Repräsentative Probenahme an definierten Entnahmestellen
    • Dokumentation von Betriebstemperatur und Systemdruck
    • Vermeidung von Verfälschungen durch stehende Leitungen
      Eine korrekte Probenahme ist entscheidend für die Aussagekraft der Analyse.
  2. Laboranalyse gemäß DIN 51529
    Je nach Öltyp und Anlagenzustand werden u. a. folgende Parameter bestimmt:
    • Kinematische Viskosität
    • Flammpunkt
    • Säurezahl (TAN)
    • Unlösliche Bestandteile
    • Rückstandsneigung
    • Crackanteil (Low-Boiler)
    • Oxidationsindikatoren

      Die Ergebnisse werden mit Herstellergrenzwerten und Erfahrungswerten abgeglichen.

  3. Technische Bewertung und Handlungsempfehlung
    Wir bewerten nicht nur Laborwerte – wir interpretieren sie im Kontext Ihrer Anlage:
    • Reststandzeitprognose
    • Empfehlung zur Filtration oder Regeneration
    • Bewertung eines Teil- oder Komplettölwechsels
    • Ableitung technischer Ursachen (z. B. Filmtemperaturüberschreitung)
    • Optimierung von Betriebsparametern

Empfohlene Prüfintervalle

Die Prüffrequenz hängt von mehreren Faktoren ab:
Maximale Betriebstemperatur
Alter des Öls
Sauerstoffeintrag / Stickstoffüberlagerung
Anlagenlastprofil
Herstellerangaben
In der Praxis bewähren sich bzw. sind gefordert:
Erstprüfung nach 3–6 Monaten
Danach jährliche Überprüfung
Bei kritischen Anlagen halbjährlich

Ihr Nutzen:

Frühzeitige Schadensvermeidung
Planbare Instandhaltung statt Notfallstillstand
Verlängerung der Ölstandzeit
Dokumentierte Betreiberpflichtenerfüllung
Höhere Energieeffizienz durch optimale Wärmeübertragung
Unser Anspruch
Ölüberwachung ist kein lästiger „Laborservice“ um Papier abzuheften, sondern Teil eines ganzheitlichen Anlagenmanagements. Wir verbinden Analyse, Anlagentechnik und Betriebserfahrung – für maximale Sicherheit und Wirtschaftlichkeit Ihrer Thermalölanlage.